Definition Flamenco

Mitte des 19. Jahrhunderts entstand in Andalusien aus verschiedenen Kulturen das Genre "Flamenco". Heute sind die Grundpfeiler dieser Kunstform Gesang, Tanz und Gitarre.

  • Im Mittelpunkt steht der Gesang (cante). Er gibt die Stimmung, also den Stil (palo) vor. Unterschieden werden prinzipiell tragische, ernste Stile (cante jondo z.B. Siguiriyas, Soleares) und fröhliche, lebhafte Stile (cante chico z.B. Tangos, Alegrias, Bulerias).
  • Beim Tanz (baile) ist die Dynamik von sehr großer Bedeutung. Es wechseln sich schnelle und langsame Rhythmen ab. Auf langsam vertanzte Teile mit eleganten Bewegungen der Arme und Hände, folgen rasante Fußperkussion und ausgelassene Segmente.
  • Die Gitarre (toque), obwohl als letztes Element zum Flamenco gekommen, ist allgegenwärtig und gibt dem Stück das Grundgerüst. Sie bildet zwar die Begleitung für Gesang und Tanz, kann aber mit einer Solo-Einlage (falseta) auch das führende Element sein.

Im heutigen modernen Flamenco können viele andere Instrumente vorkommen, wie z.B. Geige, Querflöte oder Klavier. Auch Fusionen mit den verschiedensten Musikrichtungen (z.B. Jazz, Klassik oder orientalischer Musik) sind verbreitet.

In der Perkussion kommt als Instrument meist das Cajon zur Verwendung. Nicht wegzudenken ist auch die Begleitung durch rhythmisches Klatschen (palmas).